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ICH BIN SEVDA...

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„Mein Name ist Sevda. Solange ich denken kann, hatte ich immer einen Stift in den Fingern und unzählige Sätze im Kopf. In der siebten Klasse der Mittelschule entfachte der zweite Platz, den ich auf Provinzebene gewann, diesen kleinen Funken in meinem Kinderherzen zu einer lodernden Flamme. Seitdem habe ich nie aufgehört; jedes Buch, das ich gelesen habe, jeder Mensch, der in mein Leben getreten ist, hat mir etwas beigebracht und mich auf das Ziel dieser großen Reise vorbereitet.“

Schreiben bedeutete für mich, den unstillbaren Reisenden in mir endlich ans Ziel zu bringen. Doch das Leben hat manchmal die grausame Angewohnheit, unsere Pläne über Nacht zunichtezumachen.

6. Februar… In jener Nacht wurden nicht nur die Gebäude, sondern alles, was ich aufgeschoben hatte, unter den Trümmern begraben. In dem Moment, als ich den kalten Atem des Todes im Nacken spürte, als mir bewusst wurde, dass mein Leben am seidenen Faden hing, begriff ich etwas: Aufschieben ist Verrat an sich selbst.

Ich habe überlebt, aber nicht mehr als die alte Sevda. Nach diesem Schock klammerte ich mich noch fester an meinen Stift. Sollte ich diese Welt eines Tages verlassen, wollte ich ein Stück von mir hinterlassen, ein Spiegelbild meiner Seele. Mein Buch ist mein Weg, am Leben festzuhalten; ein Sieg über meine Ängste. Nun gibt es kein Warten mehr, nur noch das Schreiben und mit diesem Werk einen Stempel für die Ewigkeit zu hinterlassen.

Um

Sevda schloss 2016 erfolgreich ihr Grundschullehramtsstudium an der Kastamonu-Universität ab. Anschließend absolvierte sie ein Jurastudium an der Anadolu-Universität. Ihr Interesse an Bildung und ihre Leidenschaft für das Lernen führten sie zu einem Masterstudium im Bereich Lebenslanges Lernen an der Gaziantep-Universität. Ihre schriftstellerische Laufbahn begann in der Mittelschule. Von da an drückte sich Sevda schriftlich aus, verfasste Kurzgeschichten und gewann Preise bei verschiedenen Wettbewerben. Bereits in der 7. Klasse nahm sie an einem Wettbewerb in Manisa zum Internationalen Frauentag am 8. März teil. Ihre Geschichte über das Leben von Frauen in einem Dorf wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Dieser Erfolg bestärkte ihr Interesse am Schreiben und markierte einen wichtigen Wendepunkt in ihrer literarischen Laufbahn. Im Laufe der Zeit erschienen ihre Texte in verschiedenen Zeitschriften und Büchern. Sie konzentrierte sich dabei insbesondere auf Frauen und ihre Rolle in der Gesellschaft. Ihre vom wahren Leben inspirierten Geschichten boten den Lesern sowohl eine zum Nachdenken anregende als auch inspirierende Perspektive. Am 4. Oktober 2024 erschien ihr erstes Buch „Son Aldanış“ (Die letzte Täuschung), an dem sie mit großem Einsatz gearbeitet hatte, im KDY-Verlag auf Kitapyurdu. Das Buch bietet Leserinnen und Lesern eine eindringliche Erzählung über die entscheidenden Momente und Kämpfe im Leben von Frauen. Ihre Geschichte „Meryem“ ist in der vierteiligen Anthologie „1 Frau, 1 Geschichte“ enthalten. Seit 2016 arbeitet sie als Lehrerin in Gaziantep. Neben ihrer Tätigkeit als Pädagogin prägt sie junge Menschen und thematisiert durch ihr Schreiben auch gesellschaftliche Probleme. Derzeit arbeitet sie mit großer Begeisterung an einem Kinderbuch, das in Kürze erscheinen wird. Mit diesem neuen Werk möchte sie die Fantasie junger Leserinnen und Leser anregen und ihnen ganz neue Perspektiven eröffnen.

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